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Magdalena Haftner / HAM (geb. 1988 im niederösterreichischen Weinviertel) ist Bildungswissenschaftlerin, Theatermacherin und -pädagogin sowie körpertherapeutisch tätig. Fast zehn Jahre lebte sie in Lateinamerika und arbeitet bis heute international mit Goethe-Instituten, Botschaften, Schulen, Universitäten und kulturellen Institutionen zusammen. Vom kopffokussierten Wissenschaftsdasein zu körperbasierter Kreativität Sie studierte Bildungswissenschaft (BA/MA, Universität Wien) mit Schwerpunkt soziale und inklusive Bildung, sowie Theaterpädagogik (IFANT, Wien) und Physical and Devised Theatre (LISPA, London/Berlin). Improvisation – sowohl im Theater als auch im Tanz – war ihre erste große Leidenschaft. Als Mitbegründerin des Wiener Improvisationstheaterensembles artig entwickelte sie von 2009–2020 zahlreiche Show-Formate in Deutsch, Englisch und Spanisch, die weltweit aufgeführt wurden, und gründete 2011 das Projekt SpielendDeutsch, das sich der Erforschung des Potenzials des Improvisationstheaters für die fremdsprachige Kommunikation widmet. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, durch gemeinsames Spielen – unabhängig von Herkunft und Sprachkenntnissen – den Zusammenhalt und die Lebendigkeit der Gruppe zu fördern, wofür der Körper und ein kooperativer Teamgeist die Grundlage bilden. Von 2013–2023 engagierte sie sich in internationalen Theaterprojekten wie TheaterFlucht Österreich, der Compañía Wunderbar und dem Labor für kreatives Theater. In Ecuador unterrichtete sie Stimme, Bewegung, Geschichtenerzählen und Puppenspiel und war Produzentin, Leiterin und Schauspielerin von Theaterformaten wie ImproStation, TeatroLab, Frau Hum & Herr Boldt, [Between Doors] und Todo basura! / Alles Mist! / All Trash! – oft in Zusammenarbeit mit lokalen Künstler*innen, Goethe-Instituten und Botschaften. In Österreich bietet sie weiterhin ImproStation-Workshops für Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem OEAD an. Als Contact-Improvisation-Tänzerin hat sie Festivals und Jams mitorganisiert und bei Tanz die Toleranz und Impulstanz Wien assistiert. Vom ausgelassenen Spiel zum somatischen Erleben und Ganzwerden Seit 2022 ist Magdalena in körperorientierter Traumaarbeit tätig, in Ausbildung in Somatic Experiencing© und als Multiplikatorin der Praxis La Voz del Útero©, mit Fokus auf das weibliche Nervensystem und die Verarbeitung von Traumata. Sie leitet sowohl Gruppen- als auch Einzelsessions und stützt sich dabei auf ihr Improvisationstalent, ihre Präsenz im Hier und Jetzt und ihren mitfühlenden Umgang mit jeder einzigartigen Körpergeschichte. In ihren Sitzungen schafft sie Räume der (Co-)Regulierung, die jedem Menschen den Zugang zu seinem natürlichen kreativen Lebensfluss eröffnen. Sie lädt ein, sich sanft mit dem eigenen Körper anzufreunden – durch Präsenz, Ruhe, Humor und der Imaginationskraft. In ihrem Privatleben singt sie, spielt Ukulele, pflegt kontemplative Praktiken, liebt die Natur, Tiere und die Gesellschaft liebevoller Menschen – und übt sich darin, in Momente der Pause und Stille einzutauchen. Fotos (c) Juan Agostin Rivero| Warsaw Flow Festival | Maximilian Lottmann
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